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weltbewegendes V – genverseuchter Honig in Bayern

8 März 2009

Horst Seehofer und die Bienen

Der bayrische Imker Karl Heinz Bablock musste Anfang Oktober 2008 342 Kilogramm Honig und Met als Sondermüll in der Müllverbrennungsanlage Augsburg entsorgen.In Bablocks Honig waren gentechnisch veränderte Blütenpollen entdeckt worden. Sie stammen von Feldern, auf denen die Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft gentechnisch veränderten Mais vom Typ Mon 810 angebaut hatte.Nun schreibt das Deutsche Lebensmittelgesetz vor, dass Dergleichen nicht zum Verzehr geeignet ist. Wer jetzt glaubt der Imker wäre jetzt für seinen Verlust von rund 10.000 Euro vom Bayrischen Staat als Verursacher entschädigt worden, der glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann. Im Gegenteil, der Imker musste auch noch die Kosten für die Entsorgung des staatlich produzierten Sondermülls selbst tragen. Zum Zeitpunkt des Anbaus des Genmais Mon 810 war Seehofer als Landwirtschaftsminister für die Anbaugenehmigung zuständig. Als Minister für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz allerdings auch für den Honig.Nun haben sich aber dummerweise die Bienen nicht an die vom Bayrischen Ministerpräsidenten verordneten Flugverbote gehalten und weil jeder Tierhalter für seine Tiere verantwortlich ist, bestraft man einfach den Imker.Seine Äußerung zu diesem Konflikt lässt tiefen Einblick in Herrn Seehofers Gedanken und Entscheidungswelt zu.“Es ist nicht hinnehmbar, dass wir Politiker nach Mehrheiten und aktuellen Stimmungen entscheiden“ war seine Aussage zu diesem Thema.

Text von Schneider Walter (Bio-Anbau und Permakultur )

ähnlich geht es natürlich auch den vielen andern imkern, deswegen gibt es zB die kampagne :

Gendreck weg!

Freiwillige Feldbefreiung

von

Michael Grolm

Zitat TAZ :

„Vor drei Jahren gründete Grolm die Initiative „Gendreck-weg“. Der Name soll die blumige Rhetorik mächtiger Firmen, die mit gentechnisch verändertem Saatgut handeln, in ein anderes Licht rücken. Der studierte Agraringenieur stellt klar: Koexistenz mit gentechnisch manipulierten Pflanzen gibt es nicht.

Der Honig ist nur ein Beispiel von Lebensmitteln, die ungewollt mit gentechnisch veränderten Organismen belastet werden. Gentechnikfreie Lebensmittel sind immer aufwändiger und irgendwann unmöglich zu produzieren. Koexistenz sei vielmehr K.O.-Existenz, erläutert Grolm, „das wäre, wie wenn ich ein Schaf mit einem Wolf einsperren würde, um zu beobachten, was passiert“. Die Gentechnikkonzerne konzentrieren sich auf einzelne, hochgezüchtete Pflanzen, gefährden damit die Sortenvielfalt und gewinnen Macht. Es ist dieses Kulturgut der Bauern, das Grolm verteidigt: Die Gentechnik vernichtet unwiederbringlich über Generationen erworbene und gepflegte Schätze. Dennoch werden in Deutschland seit 2005 großflächig gentechnisch manipulierte Pflanzen angebaut. Die Verteilung der Anbauflächen zwischen alten und neuen Bundesländern ist dabei äußerst ungleich, die meisten Flächen sind in den neuen Ländern. Am wenigsten noch in Thüringen, Grolms Bienen können sich glücklich schätzen.“ (Quelle: http://www.taz.de/zeitung/taznews-verlag/panterpreis/panterpreis2008/nominierte2008/nominierung3/ )

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