Archive for Dezember 2010

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Silvester allein zu Haus?

31 Dezember 2010

Weihnachten, Silvester, das sind immer so Tage, wo in der Welt neben Trubel und Fröhlichkeit auch ganz viel Traurigkeit herrscht – es sind hochsensible Stunden, die an unseren verborgenen Sehnsüchten rütteln, glaube ich.

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Fast wäre es wieder geschehen, dass ich am Ende des Jahres allein mit mir gewesen wäre. Das lässt mich nun an die Menschen denken, die es diesmal so ergeht wie mir früher.

Letztes Silvester war ich gerade frisch von meinem langjährigen Freund und Lebenspartner getrennt und schlitterte geradewegs in wochenlang anhaltenden Husten herein. Um nicht ganz allein zu sein, war ich bei meiner Tante auf dem Land. Wir machten Lagerfeuer, aber weil sie müde war, schlief sie fast bis kurz vor Mitternacht – dass ich genügend Zeit hatte, stundenlang ins Feuer zu starren und hin und wieder Holz herbeizuschleppen. Ich kam nicht umhin, mir die ganze Zeit (und wie sich im Nachhinein herausstellte, ohne Grund) auszumalen, wie mein nun-jetzt-nicht-mehr-Freund mit seiner neuen Ische glücklich herumalbert und mich so einfach schier vergessen kann. Eifersucht nagte. Alles, was ich bis dato vom Leben kannte, hatte ich mit ihm geteilt. Nun stand ich allein auf weiter Flur, konnte weder vor, noch zurück. Es war ein trauriges Silvester.

Noch trauriger war das Silvester davor gewesen, als ich ganz allein in meiner Wohnung hockte, und draußen vor meinem Fenster spielte sich das Leben ab. Ich hörte die Klänge von fröhlichen Festen, Lachen, Albernheiten… und fühlte mich einfach von der ganzen Welt verlassen. Ich wäre so gerne ein Teil von der Gemeinschaft da draußen gewesen, was hätte ich darum gegeben, in gemütlicher Runde bei lieben Menschen zu sitzen, und das Jahr auf fröhliche Weise abzuschließen!

Aber es sollte nicht sein, und ich glaube, so schmerzhaft diese Erfahrungen auch waren, sie haben mich auch ein stückweit mir selbst näher gebracht.

Wenn es der Zufall – oder die Kette von unglücklichen Zufällen – einmal wieder so will, dass ich alleine zum Jahreswechsel bin… dann möchte ich „das Beste“ aus der Situation machen: nämlich das Leben mit mir selbst feiern. Ich möchte NICHT deprimiert ins Bett gehen, ich möchte NICHT verdrängen, ich möchte aber auch NICHT mich im Selbstmitleid suhlen – denn: das bringt mich im Moment dann auch nicht weiter. Silvester ist ein Tag unter vielen, und morgen ist auch noch ein Tag.

Ich würde mich vielleicht hinsetzen und eine Jahresbilanz ziehen, einen Stift zur Hand und notieren:

  • Was war schön in diesem Jahr, was habe ich gelernt, wofür bin ich dankbar?
  • Welche Menschen sind mir lieb im Leben, wie haben sie dieses Jahr mein Leben bereichert, wie habe ich das ihrige bereichert?
  • Welches sind die unvergesslichen Momente, die ich auf Papier festhalten möchte?
  • Was lief schief dieses Jahr, wo habe ich daneben gehandelt, was ist mir passiert, was mich traurig oder wütend machte? Und was habe ich daraus gelernt und was ist daran auch Gutes zu finden?
  • Wo sehe ich mich in 5 Jahren, was sind meine nächsten und was meine fernen Ziele? Was will ich tun, um meinen Träumen näher zu kommen?
  • Und noch einmal: wofür bin ich alles dankbar? Welche kleinen Momente haben mich glücklich gemacht?

Und dann würde ich vielleicht Dinge tun, die mir gut tun, die Seele baumeln lassen: ausgiebig duschen oder ein Bad nehmen. Jemandem, der mir lieb ist, etwas kleines basteln, um eine Freude zu bereiten. Schöne Musik hören, etwas malen. Vielleicht auch Dinge ordnen, mich von alten Sachen trennen. Eine schöne Lektüre lesen. Mich im Spiegel anschauen und sagen: Ja, ich liebe mich. Ich sage JA zum Leben, wie es ist, alles ist okay.

Mögest du glücklich sein.

Mögest du frei sein von Kummer und Leid.

Mögest du leicht und heiter durchs Leben gehen.

Mögest du in Frieden leben.

Mögest du sicher und beschützt sein.

Mögest du lernen, dich selbst mit den Augen des Verstehens und der Liebe anzuschauen.

Mögest du die Schönheit des Lebens erkennen.


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Darf man sich verlieben, wenn man doch vergeben ist?

30 Dezember 2010

Wie kann man sich neu entflammen, während man doch eigentlich schon jemand anders liebt?

Ich glaube, das ist ganz einfach, wie das Leben so spielt: Liebe kann man nicht planen, Liebe kann man nur fühlen – und sie kommt und geht, wie sie möchte. Man kann versuchen, Liebe zu entfachen oder zu erhalten… aber ein Versuch ist keine Medizin, die immer wirkt.

Ich glaube, es ist auch einfach okay, wenn man sich neu verliebt. Die Frage ist dann nur: liebst du so, dass du nur einen zur gleichen Zeit lieben kannst?

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Ich wünschte es wäre Satire…

27 Dezember 2010

einfach unglaublich dekadent tritt hier ein fernsehkoch auf, indem er aus seinem bauch heraus über die bananen-sklaven-arbeiter auf den plantagen plaudert. ich bin sehr geschockt, wie einem das schicksal anderer menschen so gleichgültig sein kann!

die kleinen Racker hätten ja keine große Lebenserwartung (als wären es Mikroben oder so), aber wie er so „schön“ sagt: bissl Schwund ist immer, und dann lacht er! und meint, wo da „unten“ so wenig Geld hängen bleibt, kann man wenigstens ein bisschen loben – und hebt dann das glas zum prost und dank auf „all jene menschen auf der anderen seite der erde, die mit dem geld und dem essen ein wenig zurückstecken, dafür aber die grundlage schaffen für unser wunderbares **bananen-creme-chili-schokoladen-pastetchen** und… das haben wir uns verdient“

ps: ich glaub inzwischen, dass diese „kochshow“ gestellt ist mit dem schauspieler Markus Eberhard, hab ich mich schönverarschen lassen (ich war aber auch empört!)

(25.April 2009)

……………….

ein song für sklaven? „Thank you slaves?“ Slave built the pyramids, and so on. Also, danke liebe Sklaven, dass ihr uns all die Monumente gebaut habt. Hier ein Dankeständchen für Kids extra für euch… (schon ein bisschen makaber, oder?) Wüsst zu gern, ob das nen Fake ist, oder tatsächlich in irgendeiner Sendung lief??

(27.12.2010)

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Weihnachtsstory modern

24 Dezember 2010

Achso, das war also Weihnachten…

Wie alle Beteiligten heute Gmail, Google und andere Netzdienste zum Kommunizieren nutzen würden: lustig!

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Das Internet…

12 Dezember 2010

…sollte verboten werden ;) Wurde es wohl nicht, weil es Anleitungen für Männer gibt, wie sie gut zu tanzen haben:

Männer sollten den Kopf möglichst variabel gegengleich zum Rumpf verdrehen, den Rumpf abwechslungsreich und raumgreifend beugen und strecken sowie ihr rechtes Knie eher schnell bewegen. (Quelle, dt)

… und kann es wohl nicht, wenn wir uns alle nicht einschüchtern & Angst einreden lassen, und die Freiheit fürs Internet einfordern, zB im Zusammenhang mit der Wikileaks-Diskussion: Einschüchterungs-Kampagne gegen WL stoppen!

… Was ist das Internet eigentlich? Versucht es mal zu MALEN!

… ob jemand vor 100 Jahren eigentlich auch eine Zukunftsutopie vom Internet hatte? Zumindest aber vom Tennisspielen in der Luft ;)

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Die Welt erklären (Comics, Zeichnungen, Animationen)

12 Dezember 2010

– was ist schönheit?

– unsere abhängigkeit von fossilen Brennstoffen – historischer Abriss und kleine Welterklärung (inkl. „what now?“)

– und ganz bekannt: the story of stuff (Kreislauf von Produktion & Müll & Recycling etc pp)

– was ist borderline?

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Forschung, Studien, Statistiken…

12 Dezember 2010

zB auf alltagsforschung.de :

5. Verständnis macht die Gattin glücklich: Was erhoffen sich Frauen von ihrem Ehemann? Bradford Wilcox und Steven Nock von der Universität von Virginia fanden im Jahr 2006 eine Antwort. Für ihre Studie (.pdf) werteten sie eine repräsentive Befragung von 5010 Paaren aus. Fazit: Um die Gattin glücklich zu machen, brauchen Männer weder Geld noch ein besonderes Aussehen. Am allerwichtigsten sei emotionales Engagement – also herzlich zu sein, verständnisvoll zu handeln und sich Zeit für die Partnerin zu nehmen.

6. Streiten will gelernt sein: In jeder Beziehung kommt es früher oder später zu Auseinandersetzungen – entscheidend ist, den Konflikt konstruktiv zu lösen. Das wirkt sich auch auf den Eheerfolg aus. Kira Birditt von der Universität von Michigan analysierte für ihre aktuelle Studie das Konfliktverhalten von 373 Ehepaaren über einen Zeitraum von 16 Jahren. Beruhigend: 29 Prozent der Ehemänner und 21 Prozent der Ehefrauen gaben an, im ersten Ehejahr gar keine Konflikte gehabt zu haben. Trotzdem waren im 16. Jahr der Studie 46 Prozent der Paare geschieden. Laut Birditt war es besonders fatal, wenn einer der Partner die Angewohnheit hatte, sich in einem Gespräch zurückzuziehen, während der andere an einer konstruktiven Lösung interessiert war. Dies könne als mangelndes Interesse ausgelegt werden – und zu noch mehr Missverständnissen und Streit führen, warnt Birditt.

1. Schon Kleinkinder sind hilfsbereit: Zu diesem Ergebnis kamen Felix Warneken und Michael Tomasello vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. In einem Experiment (.pdf) im Jahr 2006 ließen sie 18 Monate alte Babys dabei zuschauen, wie ein erwachsener Mann vergeblich versuchte, eine Schranktür zu öffnen – in seinen Händen hielt er einen Stapel Bücher. Und wie reagierten die Kinder? Als sie merkten, dass er ohne Hilfe nicht weiterkam, tapsten sie zu ihm und öffneten ihm die Tür. Dieselbe Hilfsbereitschaft zeigten sie, wenn es darum ging, einen Stift aufzuheben. Hier ein Video der Studie.

3. Unser Gehirn belohnt uns für Selbstlosigkeit: Für ihre Studie (.pdf) im Jahr 2006 schoben die beiden US-Hirnforscher Jorge Moll und Jordan Grafman 19 Studenten in einen Kernspintomografen. Dann stellten sie ihnen ein Geldgeschenk in Höhe von etwa 100 Euro in Aussicht. Sofort erhöhte sich bei den Probanden die Aktivität des Belohnungszentrums im Gehirn. So weit, so normal. Im Anschluss sollten die Studenten sich jedoch vorstellen, die gesamte Summe zu spenden. Überraschend: Wieder sprang das Belohnungszentrum an. Mehr noch: Jetzt reagierte sogar ein Teil des präfrontalen Cortex, der bei uns Menschen für Aufmerksamkeit und Zuneigung zuständig ist.

5. Altruismus macht glücklich: Gert Wagner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung untersuchte mit zwei Kollegen aus Australien und den Niederlanden für eine aktuelle Langzeitstudie (.pdf), wie zufrieden die Deutschen mit ihrem Leben sind. Dabei fanden sie heraus: Am glücklichsten waren nicht die Menschen, die nach Geld, Status oder Einfluss strebten – sondern diejenigen, die sich sozial und gemeinnützig engagierten.

8. Altruismus steckt an: Selbstlose Taten sind bewundernswert. Mehr noch: Sie inspirieren uns so sehr, dass wir sie nachahmen wollen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Simone Schnall von der Universität von Cambridge. Sie zeigte Freiwilligen unterschiedliche Fernsehspots – entweder einen Naturfilm, eine Comedy-Serie oder eine Wohltätigkeits-Show. Die Probanden sollten über die Clips einen Text schreiben. Danach fragte Schnall die Teilnehmer, ob sie noch einen Fragebogen für eine weitere Studie ausfüllen könnten. Sie ahnen sicher, wer am ehesten dazu bereit war – die Gruppe, die die Wohltätigkeits-Show gesehen hatte. Sie blieben doppelt so lange vor Ort wie die anderen beiden Gruppen.

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