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Forschung, Studien, Statistiken…

12 Dezember 2010

zB auf alltagsforschung.de :

5. Verständnis macht die Gattin glücklich: Was erhoffen sich Frauen von ihrem Ehemann? Bradford Wilcox und Steven Nock von der Universität von Virginia fanden im Jahr 2006 eine Antwort. Für ihre Studie (.pdf) werteten sie eine repräsentive Befragung von 5010 Paaren aus. Fazit: Um die Gattin glücklich zu machen, brauchen Männer weder Geld noch ein besonderes Aussehen. Am allerwichtigsten sei emotionales Engagement – also herzlich zu sein, verständnisvoll zu handeln und sich Zeit für die Partnerin zu nehmen.

6. Streiten will gelernt sein: In jeder Beziehung kommt es früher oder später zu Auseinandersetzungen – entscheidend ist, den Konflikt konstruktiv zu lösen. Das wirkt sich auch auf den Eheerfolg aus. Kira Birditt von der Universität von Michigan analysierte für ihre aktuelle Studie das Konfliktverhalten von 373 Ehepaaren über einen Zeitraum von 16 Jahren. Beruhigend: 29 Prozent der Ehemänner und 21 Prozent der Ehefrauen gaben an, im ersten Ehejahr gar keine Konflikte gehabt zu haben. Trotzdem waren im 16. Jahr der Studie 46 Prozent der Paare geschieden. Laut Birditt war es besonders fatal, wenn einer der Partner die Angewohnheit hatte, sich in einem Gespräch zurückzuziehen, während der andere an einer konstruktiven Lösung interessiert war. Dies könne als mangelndes Interesse ausgelegt werden – und zu noch mehr Missverständnissen und Streit führen, warnt Birditt.

1. Schon Kleinkinder sind hilfsbereit: Zu diesem Ergebnis kamen Felix Warneken und Michael Tomasello vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. In einem Experiment (.pdf) im Jahr 2006 ließen sie 18 Monate alte Babys dabei zuschauen, wie ein erwachsener Mann vergeblich versuchte, eine Schranktür zu öffnen – in seinen Händen hielt er einen Stapel Bücher. Und wie reagierten die Kinder? Als sie merkten, dass er ohne Hilfe nicht weiterkam, tapsten sie zu ihm und öffneten ihm die Tür. Dieselbe Hilfsbereitschaft zeigten sie, wenn es darum ging, einen Stift aufzuheben. Hier ein Video der Studie.

3. Unser Gehirn belohnt uns für Selbstlosigkeit: Für ihre Studie (.pdf) im Jahr 2006 schoben die beiden US-Hirnforscher Jorge Moll und Jordan Grafman 19 Studenten in einen Kernspintomografen. Dann stellten sie ihnen ein Geldgeschenk in Höhe von etwa 100 Euro in Aussicht. Sofort erhöhte sich bei den Probanden die Aktivität des Belohnungszentrums im Gehirn. So weit, so normal. Im Anschluss sollten die Studenten sich jedoch vorstellen, die gesamte Summe zu spenden. Überraschend: Wieder sprang das Belohnungszentrum an. Mehr noch: Jetzt reagierte sogar ein Teil des präfrontalen Cortex, der bei uns Menschen für Aufmerksamkeit und Zuneigung zuständig ist.

5. Altruismus macht glücklich: Gert Wagner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung untersuchte mit zwei Kollegen aus Australien und den Niederlanden für eine aktuelle Langzeitstudie (.pdf), wie zufrieden die Deutschen mit ihrem Leben sind. Dabei fanden sie heraus: Am glücklichsten waren nicht die Menschen, die nach Geld, Status oder Einfluss strebten – sondern diejenigen, die sich sozial und gemeinnützig engagierten.

8. Altruismus steckt an: Selbstlose Taten sind bewundernswert. Mehr noch: Sie inspirieren uns so sehr, dass wir sie nachahmen wollen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Simone Schnall von der Universität von Cambridge. Sie zeigte Freiwilligen unterschiedliche Fernsehspots – entweder einen Naturfilm, eine Comedy-Serie oder eine Wohltätigkeits-Show. Die Probanden sollten über die Clips einen Text schreiben. Danach fragte Schnall die Teilnehmer, ob sie noch einen Fragebogen für eine weitere Studie ausfüllen könnten. Sie ahnen sicher, wer am ehesten dazu bereit war – die Gruppe, die die Wohltätigkeits-Show gesehen hatte. Sie blieben doppelt so lange vor Ort wie die anderen beiden Gruppen.

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