Archive for the ‘melancholisch’ Category

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Lass uns losgehn! Unser Himmel atmet

10 Februar 2011

… als Ostseemimi bin ich natürlich verpflichtet der Hymne des Nordens zu posten und ich tue es gerne, weil im Norden, nicht nur am Meer, der Himmel wirklich frei ist und wir ihn einatmen mit ganzer Seele ;)

Komm lass dich fall’n, blick’ über den Tellerrand
hier im Norden weiss man, was diese Sicht verändern kann
nimm dir die Zeit, gib’ dich hin und denk’ daran,
dass man sein Leben hier gefühlt verlängern kann

hier wo einen der Meereswind kräftig nach vorne treibt
denkt man weiter, atmet tief durch und lebt sorgenfrei
handelt nicht für heute, sondern – plant auch das Morgen ein
es hat schon seinen Sinn, dass jeder – Kompass nach Norden zeigt

wenn dein Seil reißt und du einfach losläßt
nutz’ die Freiheit für Neues und Ungewohntes
nur wer eingreift, der belohnt sich
wenn dein Leben schweigt – der Norden vertont es

lass’ uns losgeh’n, wirf den Plan weg
wenn ich hochseh’, spür ich, wie der Himmel atmet
es kann losgeh’n, der Norden um uns wartet
wo das Leben blüht und niemals nachlässt
lass’ uns losgeh’n, lass uns losgeh’n,
unser Himmel atmet
lass’ uns losgeh’n, ab in Norden,
unser Himmel atmet

unser Himmel atmet

 

Hier schafft man sich Überblick, um dann den Rahmen zu sprengen,
zögert ein Moment, um die Dinge dann beim Namen zu nennen.
Hier, wo man auf jede Antwort die richtige Frage kennt,
kriegt man nichts umsonst, doch bekommt hier jeden Tag geschenkt.

In diesem Land versetzt man Berge bis zum Meeresblick,
hier hält manch ein Mensch weit mehr als er verspricht.
Hier liegt der Beweis, dass Optimismus erblich ist.
Schon die Deutschlandkarte zeigt, dass Norden das Herzstück ist.

Hier kommt jeder Tag spontan, alles oder nichts.
Was du je vom Norden sahst, ist, was du weit weg vermisst.

Hier wird vieles hinterfragt, doch in bester Zuversicht
liegen ferne Ziele nah, denn wir bauen auf freie Sicht.

 

lass’ uns losgeh’n, wirf den Plan weg
wenn ich hochseh’, spür ich, wie der Himmel atmet
es kann losgeh’n, der Norden um uns wartet
wo das Leben blüht und niemals nachlässt
lass’ uns losgeh’n, lass uns losgeh’n,
unser Himmel atmet
lass’ uns losgeh’n, ab in Norden,
unser Himmel atmet

unser Himmel atmet

 

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Silvester allein zu Haus?

31 Dezember 2010

Weihnachten, Silvester, das sind immer so Tage, wo in der Welt neben Trubel und Fröhlichkeit auch ganz viel Traurigkeit herrscht – es sind hochsensible Stunden, die an unseren verborgenen Sehnsüchten rütteln, glaube ich.

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Fast wäre es wieder geschehen, dass ich am Ende des Jahres allein mit mir gewesen wäre. Das lässt mich nun an die Menschen denken, die es diesmal so ergeht wie mir früher.

Letztes Silvester war ich gerade frisch von meinem langjährigen Freund und Lebenspartner getrennt und schlitterte geradewegs in wochenlang anhaltenden Husten herein. Um nicht ganz allein zu sein, war ich bei meiner Tante auf dem Land. Wir machten Lagerfeuer, aber weil sie müde war, schlief sie fast bis kurz vor Mitternacht – dass ich genügend Zeit hatte, stundenlang ins Feuer zu starren und hin und wieder Holz herbeizuschleppen. Ich kam nicht umhin, mir die ganze Zeit (und wie sich im Nachhinein herausstellte, ohne Grund) auszumalen, wie mein nun-jetzt-nicht-mehr-Freund mit seiner neuen Ische glücklich herumalbert und mich so einfach schier vergessen kann. Eifersucht nagte. Alles, was ich bis dato vom Leben kannte, hatte ich mit ihm geteilt. Nun stand ich allein auf weiter Flur, konnte weder vor, noch zurück. Es war ein trauriges Silvester.

Noch trauriger war das Silvester davor gewesen, als ich ganz allein in meiner Wohnung hockte, und draußen vor meinem Fenster spielte sich das Leben ab. Ich hörte die Klänge von fröhlichen Festen, Lachen, Albernheiten… und fühlte mich einfach von der ganzen Welt verlassen. Ich wäre so gerne ein Teil von der Gemeinschaft da draußen gewesen, was hätte ich darum gegeben, in gemütlicher Runde bei lieben Menschen zu sitzen, und das Jahr auf fröhliche Weise abzuschließen!

Aber es sollte nicht sein, und ich glaube, so schmerzhaft diese Erfahrungen auch waren, sie haben mich auch ein stückweit mir selbst näher gebracht.

Wenn es der Zufall – oder die Kette von unglücklichen Zufällen – einmal wieder so will, dass ich alleine zum Jahreswechsel bin… dann möchte ich „das Beste“ aus der Situation machen: nämlich das Leben mit mir selbst feiern. Ich möchte NICHT deprimiert ins Bett gehen, ich möchte NICHT verdrängen, ich möchte aber auch NICHT mich im Selbstmitleid suhlen – denn: das bringt mich im Moment dann auch nicht weiter. Silvester ist ein Tag unter vielen, und morgen ist auch noch ein Tag.

Ich würde mich vielleicht hinsetzen und eine Jahresbilanz ziehen, einen Stift zur Hand und notieren:

  • Was war schön in diesem Jahr, was habe ich gelernt, wofür bin ich dankbar?
  • Welche Menschen sind mir lieb im Leben, wie haben sie dieses Jahr mein Leben bereichert, wie habe ich das ihrige bereichert?
  • Welches sind die unvergesslichen Momente, die ich auf Papier festhalten möchte?
  • Was lief schief dieses Jahr, wo habe ich daneben gehandelt, was ist mir passiert, was mich traurig oder wütend machte? Und was habe ich daraus gelernt und was ist daran auch Gutes zu finden?
  • Wo sehe ich mich in 5 Jahren, was sind meine nächsten und was meine fernen Ziele? Was will ich tun, um meinen Träumen näher zu kommen?
  • Und noch einmal: wofür bin ich alles dankbar? Welche kleinen Momente haben mich glücklich gemacht?

Und dann würde ich vielleicht Dinge tun, die mir gut tun, die Seele baumeln lassen: ausgiebig duschen oder ein Bad nehmen. Jemandem, der mir lieb ist, etwas kleines basteln, um eine Freude zu bereiten. Schöne Musik hören, etwas malen. Vielleicht auch Dinge ordnen, mich von alten Sachen trennen. Eine schöne Lektüre lesen. Mich im Spiegel anschauen und sagen: Ja, ich liebe mich. Ich sage JA zum Leben, wie es ist, alles ist okay.

Mögest du glücklich sein.

Mögest du frei sein von Kummer und Leid.

Mögest du leicht und heiter durchs Leben gehen.

Mögest du in Frieden leben.

Mögest du sicher und beschützt sein.

Mögest du lernen, dich selbst mit den Augen des Verstehens und der Liebe anzuschauen.

Mögest du die Schönheit des Lebens erkennen.


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Darf man sich verlieben, wenn man doch vergeben ist?

30 Dezember 2010

Wie kann man sich neu entflammen, während man doch eigentlich schon jemand anders liebt?

Ich glaube, das ist ganz einfach, wie das Leben so spielt: Liebe kann man nicht planen, Liebe kann man nur fühlen – und sie kommt und geht, wie sie möchte. Man kann versuchen, Liebe zu entfachen oder zu erhalten… aber ein Versuch ist keine Medizin, die immer wirkt.

Ich glaube, es ist auch einfach okay, wenn man sich neu verliebt. Die Frage ist dann nur: liebst du so, dass du nur einen zur gleichen Zeit lieben kannst?

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