Posts Tagged ‘hilfe’

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Mach mit bei der Blogparade!

29 August 2011

Norman von „Philosophie entgrenzen“ ruft auf zur Blogparade gegen sexualisierte Gewalt.

Ziel ist zum einen, dass das Schicksal von Betroffenen stärker in der Öffentlichkeit diskutiert wird und zum anderen, dass für den TAZ-Preis für Norbert Denef vom netzwerkB abgestimmt wird.

Norman schreibt:

Wie glaubt ihr kann sich die Gesellschaft hier nachhaltig ändern. Wo seht ihr das Problem. Wie könnte Betroffenen geholfen werden? Warum reagiert die Politik nicht? Es ist an keiner Stelle einfacher etwas zu verändern, wenn wir einfach unsere Aufmerksamkeit auf die Täter richten und uns für den Schutz der Betroffenen einsetzen. Daher hoffe ich, auf rege Beteiligung, denn eins ist wichtig: Das Thema darf so lange nicht aus unserem Fokus verschwinden, so lange noch Täterunter uns sind.

 

Sehr berührt hat mich Normans eigener Beitrag zur Blogparade. Eine Betroffene hat auf Grund ihrer traumatischen Erlebnisse eine multiple Persönlichkeit entwickelt.

 

Ich finde es wichtig, dass dieses Thema nicht verschwiegen oder unter den Teppich gekehrt wird. Ich möchte, dass wir wieder Augen und Herzen öffnen, wenn jemand um Hilfe bittet.

 

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Silvester allein zu Haus?

31 Dezember 2010

Weihnachten, Silvester, das sind immer so Tage, wo in der Welt neben Trubel und Fröhlichkeit auch ganz viel Traurigkeit herrscht – es sind hochsensible Stunden, die an unseren verborgenen Sehnsüchten rütteln, glaube ich.

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Fast wäre es wieder geschehen, dass ich am Ende des Jahres allein mit mir gewesen wäre. Das lässt mich nun an die Menschen denken, die es diesmal so ergeht wie mir früher.

Letztes Silvester war ich gerade frisch von meinem langjährigen Freund und Lebenspartner getrennt und schlitterte geradewegs in wochenlang anhaltenden Husten herein. Um nicht ganz allein zu sein, war ich bei meiner Tante auf dem Land. Wir machten Lagerfeuer, aber weil sie müde war, schlief sie fast bis kurz vor Mitternacht – dass ich genügend Zeit hatte, stundenlang ins Feuer zu starren und hin und wieder Holz herbeizuschleppen. Ich kam nicht umhin, mir die ganze Zeit (und wie sich im Nachhinein herausstellte, ohne Grund) auszumalen, wie mein nun-jetzt-nicht-mehr-Freund mit seiner neuen Ische glücklich herumalbert und mich so einfach schier vergessen kann. Eifersucht nagte. Alles, was ich bis dato vom Leben kannte, hatte ich mit ihm geteilt. Nun stand ich allein auf weiter Flur, konnte weder vor, noch zurück. Es war ein trauriges Silvester.

Noch trauriger war das Silvester davor gewesen, als ich ganz allein in meiner Wohnung hockte, und draußen vor meinem Fenster spielte sich das Leben ab. Ich hörte die Klänge von fröhlichen Festen, Lachen, Albernheiten… und fühlte mich einfach von der ganzen Welt verlassen. Ich wäre so gerne ein Teil von der Gemeinschaft da draußen gewesen, was hätte ich darum gegeben, in gemütlicher Runde bei lieben Menschen zu sitzen, und das Jahr auf fröhliche Weise abzuschließen!

Aber es sollte nicht sein, und ich glaube, so schmerzhaft diese Erfahrungen auch waren, sie haben mich auch ein stückweit mir selbst näher gebracht.

Wenn es der Zufall – oder die Kette von unglücklichen Zufällen – einmal wieder so will, dass ich alleine zum Jahreswechsel bin… dann möchte ich „das Beste“ aus der Situation machen: nämlich das Leben mit mir selbst feiern. Ich möchte NICHT deprimiert ins Bett gehen, ich möchte NICHT verdrängen, ich möchte aber auch NICHT mich im Selbstmitleid suhlen – denn: das bringt mich im Moment dann auch nicht weiter. Silvester ist ein Tag unter vielen, und morgen ist auch noch ein Tag.

Ich würde mich vielleicht hinsetzen und eine Jahresbilanz ziehen, einen Stift zur Hand und notieren:

  • Was war schön in diesem Jahr, was habe ich gelernt, wofür bin ich dankbar?
  • Welche Menschen sind mir lieb im Leben, wie haben sie dieses Jahr mein Leben bereichert, wie habe ich das ihrige bereichert?
  • Welches sind die unvergesslichen Momente, die ich auf Papier festhalten möchte?
  • Was lief schief dieses Jahr, wo habe ich daneben gehandelt, was ist mir passiert, was mich traurig oder wütend machte? Und was habe ich daraus gelernt und was ist daran auch Gutes zu finden?
  • Wo sehe ich mich in 5 Jahren, was sind meine nächsten und was meine fernen Ziele? Was will ich tun, um meinen Träumen näher zu kommen?
  • Und noch einmal: wofür bin ich alles dankbar? Welche kleinen Momente haben mich glücklich gemacht?

Und dann würde ich vielleicht Dinge tun, die mir gut tun, die Seele baumeln lassen: ausgiebig duschen oder ein Bad nehmen. Jemandem, der mir lieb ist, etwas kleines basteln, um eine Freude zu bereiten. Schöne Musik hören, etwas malen. Vielleicht auch Dinge ordnen, mich von alten Sachen trennen. Eine schöne Lektüre lesen. Mich im Spiegel anschauen und sagen: Ja, ich liebe mich. Ich sage JA zum Leben, wie es ist, alles ist okay.

Mögest du glücklich sein.

Mögest du frei sein von Kummer und Leid.

Mögest du leicht und heiter durchs Leben gehen.

Mögest du in Frieden leben.

Mögest du sicher und beschützt sein.

Mögest du lernen, dich selbst mit den Augen des Verstehens und der Liebe anzuschauen.

Mögest du die Schönheit des Lebens erkennen.


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Was Liebe ist…

15 April 2008

Liebe in der Familie und die wortlosen Gesten von Kindern. Bewegend.

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